Mt. Egmont, auch als Mt. Taranaki bekannt

Magnolienparadies Neuseeland

Foto: Mt.Egmont im Südwesten der Nordinsel

 

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Neuseeland darf mit Fug und Recht als 'Herzkammer' der modernen Magnolienzüchtung bezeichnet werden.

Weltweit bekannte Magnoliensorten wie z.B. 'Felix Jury', 'Black Tulip', 'Genie', 'Cleopatra', 'Star Wars', 'Aurora', 'Purple Sensation', 'Ian's Red' (nur um eine marginale Auswahl zu benennen) sind untrennbar mit neuseeländischen Erfolgszüchtern wie Felix und Mark Jury, Vance Hooper, Oswald Blumhardt oder Ian Baldick verbunden.

 

Benötigen Magnolien-Sämlinge aus Kreuzungen in unseren Breiten durchschnittlich  6-11 Jahre von der Keimung bis zur ersten Blüte, so ereichen sie in den fruchtbaren und milden Ebenen um den Vulkan Mt.Egmont ihre Blühreife häufig schon nach 2-3 Jahren!

Ambitionierte Magnolien-Züchter können wohl nirgendwo sonst bessere klimatische Voraussetzungen finden und so dürfen wir uns auch weiterhin darauf freunen, quasi 'jährlich' mit fulminanten Magnolien-Neuheiten von der fernen Doppelinsel im Pazifik überrascht zu werden.

 

Interessant:

Die Mehrzahl der sommergrünen Neuseeland-Hybriden kommt mit den Anforderungen unserem westeuropäischen Klimas gut bis völlig problemlos zurecht.

Entscheidend für die erfolgreiche Kultivierung im eigenen Garten ist immer der Blick auf die 'genetische Abstammung' der NZ-Sorte, was doch recht zuverlässige Prognosen über die Winterhärte erlaubt.

Seit etwa 10 Jahren tragen zudem mehr und mehr Testpflanzungen in unterschiedlichen Winterhärte-Zonen Westeuropas dazu bei, höhere Kultur-Sicherheit bei der Frostresistenz von Neuseeland-Magnolien zu gewinnen.

Ganz entscheidend für den Erfahrungsaufbau war (und ist) jedoch der Wagemut passionierter europäischer Magnolien-Liebhaber, die auch unter dem Risiko eines möglichen Totalverlustes  immer wieder neuseeländische Neuheiten auspflanzten und mit ihren kommunizierten Erfahrungswerten unersätzlich wertvolle Informationen  beisteuern.


Der weite Weg nach Europa - auch heute noch ein 'kleines Abenteuer' !

Wer glaubt, in einer 'globalisierten Welt' sei der Transfer neuer Magnoliensorten von Neuseeland nach Europa nur eine Frage geeigneter Flugverbindungen, unterliegt einer nachhaltigen Täuschung.

Aufgrund der jahrezeitlichen Verschiebung zwischen NZ und Europa bleibt uns nur einmal im Jahr ein schmales Zeitfenster im späten Frühling und frühen Sommer, um 'ganze' Pflanzen erfolgreich importieren zu können.

In dieser Zeit herrscht 'Winter' in Neuseeland und nur in der blattlosen Ruhephase können Magnolien dann 'wurzelnackt', daß heißt von der Erde völlig befreit, auf ihre lange Reise nach Europa vorbereitet werden.

Der Import von Container- oder ballierter Ware ist rechtlich untersagt.

 

Die Etablierungsphase der nach Ankunft sofort wieder 'getopften' Magnolienpflanzen erfordert von den Import-Baumschulen viel Erfahrung und -trotz Hightech-Einsatz- auch ein Quentchen Glück.

Der Stress für die Neuankömmlinge ist ernorm und immer wieder 'kollabieren' vermeintlich gesunde Exemplare kurz nach ihrem Wiederaustrieb ohne erkennbaren Grund und gehen verloren.

Angeregt durch die jahrezeitlich hohen Temperaturen bei uns, denken die Neuankömmlinge, dass es bereits Frühling sein muß und beginnen rasch auszutreiben, während sich die Wurzeln mit einem komplett neuem Substrat 'anfreunden' müssen.

Nach einer dann sehr kurzen Vegetationsperiode von nur 3 bis 4 Monaten wartet auf diese Pflanzen dann bereits schon der erste europäische Herbst und schon verhalten sich die 'Kiwis' wie die europäischen Nachbarn:

Sie werfen brav ihre Blätter ab und stellen sich auf den kommenden Winter ein.

Eine respektable Anpassungsleistung !


Nicht jede züchterische Neuheit ist für neuseeländische Exporteure von ökonomischem Interesse - um so mehr aber für ambitionierte europäische Magnolien-Sammler und -Liebhaber!

Und so entstehen auch heute noch immer ganz wunderbare bis skurrile Hintergrund-Geschichten um die Beschaffung von Pflanzenmaterial von Liebhabersorten für die Vermehrung hier in Europa.

Meist bedarf es intensiv gepflegter 'Netzwerke' oder auch recht unorthodoxer Einzelinitiativen,  ehe wir dann -oft mit etlichen Jahren 'Verzögerung'- die ersten Veredlungen einer neuen 'Neuseeland-Rarität' anbieten können !


Bemerkenswert ist zudem, dass es noch immer eine ganze Reihe von NZ-Sorten gibt, die weder durch brauchbare Beschreibungen noch durch Fotomaterial unterstützt werden.

Die Ergänzung dieser essentiellen Informationen ist nach wie vor ein zäher Prozess.

Insbesondere den Aktiviäten von Vance Hooper  ('Genie', 'Cleopatra', 'Amethyst Flame' uvm.) ist es zu verdanken, daß hier sukzessive Verbesserungen zu erwarten wird.

Der Aufbau einer Kollektion aller bisher in NZ gezüchteten Magnolien in seinem Garten in Brixton, setzt auch in Neuseeland ein Zeichen und bildet einen unersetzbar wertvollen Beitrag, dem 'Verlust' seltener NZ- Magnoliensorten entgegen zu wirken.

Über die aktuellen Fortschritte dieses Projektes können Sie sich direkt auf Mr.Hoopers Intersetseite informieren:   www.magnoliagrove.co.nz

 

Wir werden die anhängende "Neuseeland-Liste" pflegen und fortschreiben und sollten Sie zu den Glücklichen gehören, die einen Neuseeland-Trip planen, dann reisen Sie nach Möglichkeit zwischen Juli und September, um in zahllosen 'magischen Gärten' eine neuseeländische Magnolien-Blüte einmal 'live' erleben zu können. Eine Verzauberung der besonderen Art!

 

Kultivieren Sie bereits seltene NZ-Neuheiten im eigenen Garten, so sind wir immer an Ihren Erfahrungswerten interessiert und schon wenige Digitalfotos können viel Aufschluss über Wachstum und Blüteneigenschaften geben.


Viel Spaß mit 'Ihren' Neuseeland-Magnolien !

Ihr Lunaplant.de Team

 

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