Winterhärte - eine Orientierungshilfe


Wir haben zwei sehr gute Artikel ausgewählt, die Ihnen recht umfassende und sachdienliche Informationen zu dieser wichtigen Thematik bieten. Bitte klicken Sie mit der Maus einfach auf die nachstehenden Links, Sie werden dann direkt weitergeleitet.


Artikel 1

Artikel 2


Für unsere Sortenbeschreibungen haben wir entschieden, das 'Zonen-Modell' als Orientierungsgröße einzusetzen.

Vor allem 'Magnolien-Anfängern' kann es doch ein recht hohes Maß an Sicherheit bei der Auswahl geeigneter Arten und Sorten vermitteln.

Weiter unten auf dieser Seite finden Sie den Auswahlbereich des ursprünglich vom amerikanischen Landwirtschaftsministerium entwickelten Temperatur-Zonen-Modells, der die für Deutschland relevanten Zonen 5b bis 8b aufschlüsselt.


Zwei wichtige Aspekte noch:

Klimatische Effekte durch die globale Erderwärmung haben hier (noch) keinen Einfluß auf Sorten-Empfehlungen. Das Wetter in den Wintern 2008/09 und 2009/10 zeigte uns deutlich, wie riskant es sein kann, die Gartenbepflanzung bereits in froher Erwartung auf mediterran umzugestalten.


Wer es liebt, einen Teil seiner Gartenpflanzen -auch unter der Möglichkeit des Totalverlustes- im Grenzbereich ihrer Kultivierbarkeit zu halten, wird dies ohnehin tun.
Alle, die sich zu den begeisterten 'Jägern und Sammlern von Raritäten' zählen, kommen an enstprechenden Erfahrungen wohl kaum vorbei.
Plant man andererseits einen schattenspendenden Hausbaum oder kann aus Platzgründen (leider) nur eine Magnolie pflanzen, sollte man sich immer für eine ausreichend winterharte Sorte entscheiden.


Unser besonderer Dank gilt an dieser Stelle dem vitalen Netzwerk zahlreicher Magnolienfreunde in Deutschland, Skandinavien, im Nordosten der USA und Südkanada, deren fortgesetzt 'hohe Risikobereitschaft' über die vergangenen Jahrzehnte hinweg zu wertvollen Neubewertungen wichtiger Magnolien-Sorten hinsichtlich einer Empfehlung für kältere Standorte führen konnte.

Da seit etwa 15-20 Jahren jedes Jahr zahlreiche Neuheiten in den Markt drängen, die keiner ausreichenden Evaluierung unterlagen, können meist nur Schätzungen abgegeben werden. Bei Hybriden sind Kenntnisse über die Winterhärte der Elternsorten durchaus hilfreiche Orientierungen, dennoch sollte bei Empfehlungen der 'schönen Töchter' ein gewisser Konservatismus erkennbar sein. Zumindest so lange, bis gesicherte Werte vorliegen.

 

Eine Bitte:

Leben Sie in einer der 'kühleren' Zonen unseres Landes und blicken auf eine erfolgreiche Magnolienkultur zurück, so freuen wir uns über jede Rückmeldung, sprich: auf jeden Erfahrungsbericht, der helfen kann, dieses wichtige 'Dauerthema' inhaltlich zu verbessern. Aber auch die erfolgreiche Aufzucht einer Magnolia campbellii, eine üppig wachsende Magnolia virginiana oder einer reich blühende Magnolia laevifolia und andere immergrüne Spezies liefern wertvolle Hinweise.

 

Für Deutschland relevante Temperaturbereiche: 

 Zone untere Grenze °C obere Grenze °C
 5b -26,0-23,4
 6a -23,3-20,6
 6b -20,5-17,8
 7a -17,7-15,0
 7b-14,9 -12,3 
 8a -12,2-9,5 
 8b -9,4-6,7 

(Die Werte beschreiben die mittleren jährlichen Temperaturen-Minima!)

 


   

Dennis Ledvina aus Wisconsin, USA, erzielte durch das gezielte Einkreuzen der extrem winterharten noramerikanischen Gurkenmagnolie (Magnolia acuminata) in 'empfindliche' Hybriden bereits erstaunliche Ergebnisse. Hier seine neue Sorte 'Blushing Belle' die aus einer Kreuzung zwischen der frostempfindlichen englischen Magnolia 'Caerhays Belle' und der Magnolia 'Yellow Bird' hervorging. Die selektierte Hybride blüht deutlich später als die englische Muttersorte und ist zudem viel winterhärter (bis Zone 6). Im Frühling 2009 sahen wir sie zum ersten mal hier in Europa blühen - eine beeindruckende Blüteform, -größe und -farbe!

 

Magnolia 'Blushing Belle' von Dennis Ledvina, USA

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